Eine Kawasaki ZX-12R wirkt auf der Rennstrecke
immer etwas fehl am Platz. Etwa wie ein behäbiger Elefant inmitten einer Herde leichtfüßiger und flinker Antilopen. Durchschlagkräftigstes Argument für die 12er ist der phänomenale Druck im Kessel, der alles plättet. Größtes Handikap: ihre Unhandlichkeit. Und genau hier setzt Chico Geiger bei der Transformation der ZX-12R in seine SP12-R an. Das volle Umbau-Paket, von PS gefahren, ist schwer beeindruckend. Hinter dem breit bauenden Tank und der kathedralen Verkleidungskuppel
fühlt sich der Pilot wie ein kleiner Wurm. Doch nicht lange, denn sobald die SP12-R einmal am Rollen ist, offenbart sich ihre Herrlichkeit in aller Pracht. Die Kawa lenkt nicht nur, dank geändertem Offset, durchgesteckter Gabel und längerem Federbein, flott ein, sondern folgt zudem stoisch und zielsicher der angepeilten Linie. |