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Eine Kawasaki ZX-12R wirkt auf der Rennstrecke immer etwas fehl am Platz. Etwa wie ein behäbiger Elefant inmitten einer Herde leichtfüßiger und flinker Antilopen.
Durchschlagkräftigstes Argument für die 12er ist der phänomenale Druck im Kessel, der alles plättet.
Größtes Handikap: ihre Unhandlichkeit. Und genau hier setzt Chico Geiger bei der Transformation der ZX-12R in seine SP12-R an.
Das volle Umbau-Paket, von PS gefahren, ist schwer beeindruckend. Hinter dem breit bauenden Tank  und der kathedralen Verkleidungskuppel fühlt sich der Pilot wie ein kleiner Wurm.
Doch nicht lange, denn sobald die SP12-R einmal am Rollen ist, offenbart sich ihre Herrlichkeit in aller Pracht.
Die Kawa lenkt nicht nur, dank geändertem Offset, durchgesteckter Gabel und längerem Federbein, flott ein, sondern folgt zudem stoisch und zielsicher der angepeilten Linie.

In Tateinheit mit den sauber abrufbaren Pferden im Stall und dem sehr guten mechanischen Grip am Hinterrad ist die SP12-R eine furchtbar schnelle Kombination aus excellenter Beschleunigung und präzisem, aber nicht spielerischem Handling. Wie auch, denn selbst die gelungene Geometrie kann nicht über die knapp 217 Kilogramm große Masse der Kawa hinwegtäuschen.

Kundenfreundlich das Baukastensystem, mit dem Geiger Interessenten bedient.
Das Fahrwerkspaket für besseres Handling gibt es schon für 1500,-- Euro,  das Sahnehäubchen in Form leichter PVM-Schmiederäder für weitere 1800,-- Euro. Das SP12-R- Optikpaket geht für knappe 1500,-- Euro über den Tisch und verleiht der 12er ein gefälliges, aggressives Aus- sehen. Wehr mehr wissen will, sollte mal unter www.sp12.com ins Netz schauen.

Im Trockendock: Die SP12-R fährt komplett anders als ihre Basis. Baumeister Chico Geiger verwendete einiges Hirnschmalz auf den sehr gelungenen Umbau.

Der verstellbare Offset der BKG-Gabelbrücken ist wichtiger Bestandteil der Handlings-Kur.

Und sieht dazu noch abgefahren aus!