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das ein oder andere, sauber abrufbare Pferdchen in den eh schon reichlich bestückten Stall der Zwölfer leiten. 190 PS Spitzenleistung und mehr sind drin, ganz nach Gusto des Kunden.

Sei noch erwähnt, dass der Meister selbst beherzt am Kabel zieht. In der Open-Extreme-Klasse ist Chico Geiger mit seiner SP12-R sehr erfolgreich unterwegs. Wem also der Sinn nach mächtig Qualm und sehr guter Performance auf einer abgesperrten Piste steht, der ist mit der R-Version aus Geigers Tuningschmiede bestens bedient.

Wer seine getunte Zwölfer dagegen auch im öffentlichen Straßenverkehr bewegen will, der sollte einen Blick auf die SP12-S werfen. Komplett zulassungsfähig und mit TÜV-Segen bringt sie mit 228 Kilogramm satte 21 Kilogramm weniger auf die Waage als das Serien-Bike. Und wartet mit einer Vielzahl edler Anbauteile auf. Egal, ob feine Micron-Auspuffanlage, eine von Geiger selbst entworfene und sehr wirkungsvolle Verkleidung, Superbike-Lenker oder Lenkungsdämpfer, alle Details verdeutlichen den hohen technischen Anspruch.

Das Hauptaugenmerk lag auch hier auf dem Handling des Motorrads.
Eine ebenfalls modifizierte Gabelbrücke nimmt posiviten Einfluss auf

Geometrie und Fahrverhalten: leichteres, präziseres Einlenken, höhere Ziel- genauigkeit am Kurvenausgang und Stabilität in der Mittellage sind die Vorzüge dieses Setups. Mit Hilfe des sehr bequemen und breiten Superbike- Lenkers wird die Zwölfer zu einer kurvengierigen, hochpräzisen Spaß- maschine.

Dennoch bleibt die SP12-S ein „geräumiges“ und bequemes Motorrad, mit dem sich beherzt und locker über Landstraßen aller Art ballern lässt. Wer einen Komplettumbau möchte, der erhält unter anderem ein auf das Fahrergewicht angepasstes Wilbers-Fahrwerk, die bereits erwähnten Geometrie- modifikationen, die Maßverkleidung sowie einen Power-Commander, der dank Chicos Abstimmung das Ansprechverhalten nochmals verbessert. Damit wird die SP12-S zum Landstraßen- brenner par excellence.

Eines ist sicher: Egal, welchen der beiden heißen Feger man auch favorisiert, unterm Strich kommt immer ein höchst fahrdynamisches Motorrad dabei heraus, das sich vor ultrasportlichen Supersportlern nicht verstecken muss und dennoch – für ein Sportmotorrad – ein hohes Maß an Komfort bietet.

Nicht zu vergessen der Hightech-Touch, der über den beiden Versionen schwebt und sie zu den Cruise-Missiles der Motorradszene macht.

Feinkost: modifizierte Gabelbrücke, Lenkungsdämpfer und Bremsanlage.

Quelle:
GOOD TIMES Kawasaki Magazin
Herbst 2005