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Aber zu einem echten Sportler gehört neben einem kernigen Motor auch ein handliches, zielgenaues und stabiles Fahrwerk. Attribute, die man nicht unbedingt auf Anhieb mit der ZX-12R in Verbindung bringt. Deshalb wurde die Gabel beiBenny Wilbers mit einem Technoflex-Umbau bestückt und in kräftige, gefräste  Gabelbrücken von RaiRotec gesteckt. Die Abstimmung wählte Wilbers ebenso wie beim Technoflex-Federbein recht straff. Schließlich gilt es nicht nur die gewaltige Power, sondern auch das stattliche Gewicht von 219 Kilogramm im Zaum zu halten. Mit Erfolg. Dank der strammen Abstimmung läßt es sich mit der Geiger-ZX-12R richtig herzhaft durch schnelle Ecken knallen. Zwar sorgt die Masse in welligen Kurven und Kompressionen immer noch für etwas  Bewegung - im Vergleich zur Serien-Zwölfer liegt die Renn-Kawasaki aber wesentlich stabiler.

im Renntrimm

Frappierend ist auch der Gewinn an Handlichkeit. Schließlich wurden mit Kevlar-Verkleidung, Akrapovic-Carbon-Rennauspuff und dem papierdünn laminierten Minimal-Höcker rund 30 Kilo abgespeckt.                        Filigrane PVM-Magnesium-Felgen senken weiter das Gewicht und reduzieren die Kreiselkräfte. Gleichzeitig spannt sich hinten ein Pneu im 180er-Format anstelle der protzigen 200er-Walze über die Felge.
Zu guter Letzt sorgen das via Höhenverstellung am Federbein angehobene Heck und die um 5 Millimeter weiter durchgesteckte Gabel für einen steileren Lenkkopfwinkel. Das Ergebnis überzeugt. Zwar tänzelt die Kawa bei hartem Ankern unruhig mit dem Hintern. Dafür durcheilt sie Schikanen fast schon leichtfüßig. Zielgenauigkeit, Neutralität - kein Vergleich zur eher unhomogenen einlenkenden Serien-Zwölfer.

Sogar die Neigung, bei heftigem Herausbeschleunigen weite Bögen zu fahren, hat sich die Kawa weitgehend abgewöhnt.
Allerdings sollte beim Einlenken die Linie stimmen. Wer beim Abwinkeln patzt und nachträglch den Radius enger ziehen muß, hat zu kämpfen. Die Sitzposition mutet für einen Sportler etwas seltsam an.Die weit gespreizten Lenkerstummel spanen die Arme mächtig über den langen, breiten Tank.
Die Fußrasten liegen in moderater Höhe, und der Hintern ruht auf dem serienmäßigen Polster. Äußerst entspannt, das Ganze. So kann man sich ganz darauf konzentrieren, die Grenzen der Pirelli Super-Corsa in ultraklebriger SC1-Mischung auszuloten. Aber Vorsicht. Irgendwann kapituliert auch dieser Superkleber vor der schieren Gewalt der Geiger-Kawasaki. Aber zum Glück kommt ja gleich eine Gerade.
Endlich! Kurze Gelegenheit zum Verschnaufen.

Fußrasten-Anlage

Noch mal LUCAS, noch eine Fräsarbeit in Alu: Die einstellbare Fußrastenanlage

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Bremspumpe

Die gefräste LUCAS-Bremspumpe sorgt für einen konstanten, sehr gut fühlbaren Druckpunkt.